Kommentar der Illertisser Zeitung vom 1.3.2010, von Eva Büchele
Der steinige Weg führt zum Ziel
Brief an die Redaktion von Norbert Baumgärtner:
"Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Büchele;
Inhalt und Tendenz Ihres Kommentares sind leider völlig unrichtig. Wolfgang Höß benötigte eben keine 80 Unterschriften von Unterstützern, da er auf einem Wahlvorschlag (aus der Nominierungsversammlung, Sie berichteten) von politischen Parteien und Wählergruppen (Wahlvorschlagsträger) aufgeführt wurde, die bereits länger bestanden. Hier genügen zehn Unterschriften [Art. 24, 25 und 29 Gesetz über die Wahl der Gemeinderäte, der Bürgermeister, der Kreistage und der Landräte (Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz - GLKrWG) in der Fassung vom 5.4.2000].
Nach dem (überraschenden) Verzicht von Herrn Zanker wäre eine Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen wohl zwei Tage später abgelaufen. In dieser Zeit hätte ein neuer Wahlvorschlagsträger, hier das Forum Bürgermeisterwahl Altenstadt 2010, über die vorgenannten Unterschriften hinaus 80 weitere Unterstützungsunterschriften (Art. 27 GLKrWG) benötigt, die bürokratisch aufwändig geleistet werden müssen (Art. 28 GLKrWG). Dies wäre in der Kürze der Zeit nicht machbar gewesen, daher meine spontane Ablehnung. Erst auf Bürgernachfragen, dass da ja etwas zu machen sein müsse, habe ich die Rechtslage geprüft; den weiteren Verlauf - soweit durch die Illertisser Zeitung berichtet - kennen Sie ja.
Eine weitere Wertung Ihres Kommentares erspare ich mir und Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr N. Baumgärtner"
Der Kommentar der Illertisser Zeitung (Seite 31) kann aus presse- und urheberrechtlichen Gründen leider noch nicht insgesamt im Forum Bürgermeisterwahl Altenstadt 2010 wiedergegeben werden, wird hier aber auszugsweise zitiert:
"Wolfgang Höß kann mit dem Wahlergebnis durchaus zufrieden sein. 81,7 Prozent der Stimmen sprechen für sich. Sein Engagement hat Früchte getragen. Denn Höß nahm - im Gegensatz zu seinem inoffiziellen Gegenkandidaten Norbert Baumgärtner - den steinigen Weg der offiziellen Nominierung auf sich. 80 Unterstützerunterschriften musste er sammeln. Nach der Nominierung stellte er sich in allen Ortsteilen persönlich vor, stand außerdem dem Gewerbeverein und den Vereinsvertretern Rede und Antwort.
Baumgärtner hingegen hatte eine Kandidatur zunächst abgelehnt, als ihn einige Bürger öffentlich darauf ansprachen. Erst als die Nominierungsfrist vorüber war, gab er bekannt, er wäre doch bereit, Bürgermeister zu werden. Vielleicht haben ihm die Bürger diese Stimmungsschwankungen übel genommen. Verlässlichkeit scheint immer noch eine wichtige Tugend zu sein. ......"
"Verlässlichkeit scheint immer noch eine wichtige Tugend zu sein." meint die Kommentatorin mit Blick auf mich. "Verlass auf die inhaltliche Richtigkeit von Artikeln der Illertisser Zeitung - und die zu ziehenden Schlüsse - wohl auch" meint zumindest der Schreiber dieser Zeilen.