„Ich würde die Wahl annehmen“

01.02.2010 20:25 Uhr

Von Eva Büchele

Der Versteigerer und Gutachter vermutet allerdings, er habe keine großen Chancen gegen den einzigen nominierten Kandidaten, Wolfgang Höß. Schließlich sei Höß ein „patenter Verwaltungsfachmann“. Baumgärtner hebt auch hervor, seine Ambitionen würden sich nicht gegen Höß richten. Er wolle lediglich gewährleisten, dass der Bürger eine Wahl habe.

Die von den Marktratsfraktionen initiierte, einvernehmliche Nominierung von Höß sei bei einigen Altenstadtern auf Ablehnung gestoßen. „Der Bürgerwille wurde außer Acht gelassen“, so Baumgärtner. Diese „Seilschaften“ wolle er beenden: „Ich bin in keinem Verein und keiner Partei. Ich bin niemandem verpflichtet.“ Das sieht Baumgärtner als seinen Vorteil an.

Veränderungen möglich machen

Er sei ein unabhängiger Kandidat und könne Veränderungen ermöglichen. Helfen könne ihm dabei seine Kenntnisse in Jura, Betriebswirtschaft und Management. „Große Wahlversprechen möchte ich angesichts der angespannten, wirtschaftlichen Lage nicht geben“, sagt er. Hauptaufgabe des neuen Bürgermeisters ist es in seinen Augen, den Haushalt des Marktes zu konsolidieren.

Baumgärtner, geboren in Weidach bei Coburg, zog vor rund 20 Jahren nach Altenstadt. Grund war die Liebe: „Meine Frau kommt aus Illertissen.“ An Altenstadt schätzt er die gute Verkehrsanbindung und: „Ich bin hier niemandem verpflichtet. Das ist in meinem Beruf sehr wichtig.“ Er genieße das Leben in dieser „sehr ruhige Gemeinde“, die dennoch ausreichende Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung biete. „Im Sommer radel ich etwa nach der Arbeit gerne zum See.“

Der 58-Jährige wurde nicht offiziell als Kandidat nominiert. Doch da Höß der einzige Bürgermeisterkandidat ist, haben die Wähler auch die Möglichkeit, den Namen einer beliebigen, wählbaren Person auf dem Stimmzettel anzugeben.

Zeitungsbericht der Illertisser Zeitung

 

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