Wahl-Nachlese
 

Die „Schlacht“ ist also geschlagen. Die Altenstadter Bürger haben entschieden – und das recht eindeutig. Und sie haben mit Wolfgang Höß mit Sicherheit einen guten und fürs Amt höchst qualifizierten Mann gewählt. Da gibt es nichts zu deuteln.

Die Analyse des Wahlergebnisses lässt aber auch noch ein paar andere Schlüsse zu. Mit 47,1 Prozent Wahlbeteiligung ist selbige nun doch besser ausgefallen, als ursprünglich zu befürchten war. Ohne die Bereitschaft von Norbert Baumgärtner, nämlich im Falle einer Wahl das Bürgermeister-Amt anzutreten, wäre die Wahlbeteiligung wohl nicht annähernd so hoch geworden. Sie hätte dann vielleicht - so zeigte es sich schon andernorts bei vergleichbaren Ausgangsverhältnissen, also nur einem Kandidaten - bei  30 Prozent dahin gedümpelt. Insofern hat Baumgärtners Engagement sehr wohl etwas Positives bewirkt. Die Konkurrenz belebt halt auch in der Politik das Geschäft.

Wolfgang Höß kann und darf mit dem Ergebnis höchst zufrieden sein. Fast 82 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen sind ein überzeugender Vertrauensbeweis – nicht zuletzt auch verdient durch seine bisherige vorzügliche Arbeit als Kämmerer.

Für die Rathaus-Fraktionen, die den neuen Rathaus-Chef einhellig als Kandidaten empfohlen und unterstützt haben, sieht die Sache doch ein wenig anders aus. Von den 1.692 abgegebenen gültigen Stimmen votierten immerhin 309 nicht für Wolfgang Höß. Das sind rund 18 Prozent, die nicht der Empfehlung des Gemeinderats gefolgt sind – fast ein Fünftel. Darüber sollten die Ratsherren vielleicht auch nachdenken.

 

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