Die geplante Kür von Jürgen Zanker zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 28. Februar im Untereicher Gasthaus „Bächle“ geriet also zum Flop, nachdem der Bewerber seine Kandidatur wieder zurückzog. Unter den nahezu 60 Versammlungsbesuchern - darunter mehrere Markträte - machte sich darauf hin große Enttäuschung breit. Angesichts des großen Interesses an dieser Veranstaltung darf unterstellt werden, dass Herr Zanker die für die Kandidatur notwendigen 80 Unterstützungs-Unterschriften locker zusammen bekommen hätte.
Doch das ist nun Schnee von gestern. Die Nachmeldefrist für eine Kandidatur endete am Donnerstag, 14. Januar. Damit bleibt der aus Osterberg stammende, von den Marktrats-Fraktionen gemeinsam nominierte Wolfgang Höß einziger offizieller Bewerber ums Bürgermeister-Amt.
Was einen anonym gebliebenen Mann aus Weiler im Allgäu zu der Versammlung ins „Bächle“ getrieben hat, blieb im rappelvollen Nebenzimmer schleierhaft. Dieser hatte nämlich Jürgen Zanker heftig bedrängt, unbedingt zu kandidieren. Doch Zanker war nicht mehr umzustimmen.
Der Wahlausschuss tagte übrigens am Dienstag, 19. Januar, um 18 Uhr im Rathaus öffentlich. Dessen Mitglieder entschieden dabei, dass der vom Marktrat nominierte Kandidat Wolfgang Höß zur Wahl zugelassen wird. Dessen Name steht nun allein auf dem Stimmzettel für den Urnengang am 28. Februar. Auf die leeren Zeilen darunter kann aber der Wähler seinen Wunschkandidaten hinschreiben.